Ganz schön ätzend…oder wie die Libelle aufs Glas kommt!

Es gibt so Projekte, die man ganz lange auf seiner To-Do-Liste hat und dann gibt es die Anderen, die sieht man und man denkt: „Jetzt, sofort, zack, zack!“ Glas zu ätzen war eines, was ich sofort ausprobieren wollte.

Vielleicht hat jetzt der ein oder andere von euch auch diesen Gedanken?! Diese muss ich enttäuschen, denn n bissle Zeit braucht man. Erstmal ist Geduld angesagt, denn die Ätzpaste bekommt man wohl nicht mehr direkt in Deutschland. Über das Internet ist es natürlich schon möglich, aber da es meist ein UK-Import ist braucht es ein paar Tage.

Diese Zeit habe ich genutzt um mich im WWW nochmal schlau zu machen. Diese Etching Cream ist ganz schön ätzend, im wahrsten Sinne des Wortes! Es sollte mit Bedacht genutzt werden und gehört nicht in Kinderhände!

Wer jetzt aber wissen will wie es geht bekommt hier eine Anleitung von mir:

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Das hier braucht ihr alles:

Ein Glas, Vase, Flasche etc. (am besten weiß, farbig ist der Effekt wohl sehr gering)

Etching Cream

Schablone

Handschuhe

Pinsel

Abdeckung für die Arbeitsplatte

Auf dem Bild seht ihr zwei Flaschen… ich war zu schnell mit der Schablone, sorry! Also ihr braucht natürlich nur eine Falsche 🙂  Ich habe kleine Flaschen in Milchflaschenoptik gekauft. Jetzt, zur Einmachzeit, gibt es diese oft in ortsansässigen Geschäften zu kaufen! Ganzjährig bekommt man diese im Internet, da lohnt sich vergleichen, was die Preise angeht.

Meine Schablone habe ich geplottet. Wer kein so ein Maschinchen besitzt kann sich die Arbeit mit selbstklebender Folie und einem Skalpell machen oder man kauft einfach fertige Schablonen (Tante Google hilft da sehr gerne)

Die Arbeitsfläche müsst ihr wirklich gut abdecken! Habe da mehrere Blätter übereinander, gerne kann man auch nen Müllsack zusätzlich drunter legen.

Ich möchte an diesem Punkt nochmal sagen, dass diese Paste nicht so ‚easy‘ ist… sie ist wirklich ätzend! Passt beim arbeiten auf! Auf eure Finger, Kleidung, Umgebung. Nehmt euch doch dafür Zeit z.B. Abends und bringt, falls vorhanden, eure Kids ins Bett… nicht dass kleine Kinderhände zu Schaden kommen!

Jetzt geht’s aber los:

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Bringt eure Folie/Schablone auf.

Ganz wichtig, dass ihr sie gut festklebt! Ansonsten läuft die Paste unter die Folie und das Motiv wirkt nachher ausgefranst.  Also lieber 5 mal drüber! Ihr seht bei mir, dass die Folie oben absteht und Blasen schlägt. Das ist in dem Falle nicht schlimm, denn da kommt die Paste ja nicht hin.

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Rührt oder schüttelt die Paste etwas und tragt dann diese mit dem Pinsel auf. Nehmt gerne mehr Paste, ansonsten ist der Effekt nicht so groß. Die Paste heißt nicht umsonst Ätzpaste! Also achtet darauf, dass ihr sauber arbeitet. Falls die Paste außerhalb der Schablone landet sofort wegwischen, denn sie ätzt das Glas sehr schnell!

Wenn ihr an Verschwendung und die Umwelt denkt, kann ich euch beruhigen. Die überflüssige Paste kann man später mit dem Pinsel wieder zurück ins Töpfchen streichen. So hält diese auch ne ganze Weile.

Lasst das ganze 10-15 Minuten einwirken!

Dann wirds spannend! 🙂 Handschuhe nicht vergessen und nehmt, wie geschrieben, die Paste mit dem Pinsel von der Schablone und streicht sie zurück in den kleinen Topf. Den Rest spült ihr mit viel (!) Wasser ab. Wenn die Paste weg ist könnt ihr die Schablone abziehen und voilà:

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Ich habe hier das Wasser gefärbt, denn der Effekt ist nicht einfach zu fotografieren! Ich habe hier mein Logo aufs Glas geätzt… leider sieht man den Feenstaub auf den Fotos nicht… aber glaubt mir einfach, es ist zauberhaft dezent!

Gerne dürft ihr jederzeit Fragen, falls etwas unklar ist!

Euch allen eine kreative Zeit!

Liebe Grüßle

Lisa

P.s. ich komme für keinerlei Schäden auf, die durch nicht beachten von Vorsichtsmaßnahmen entstanden sind! Es liegt in der Hand derjenigen die solche kreativen Arbeiten machen wie sie Vorgehen. 

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